Die "Wahlkarte"

Die "Wahlkarte"
Photo by Alexander Schimmeck / Unsplash

Vor einigen Jahren las ich Marilee Adams' Buch QT - Question Thinking: Die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen.

Bist Du Kritiker oder Lernender?

Ich habe die Choice Map (TM) auf mein Visionboard gepinnt. Diese Zeichnung hat mich weit mehr beeinflusst, als die Art und Weise Fragen zu stellen. Ich schaue sie mir immer wieder an, gerade wenn ich mal nicht weiter weiss.

Manchmal widerfährt es einem nämlich so, sei es in beruflichen oder privaten Belangen. Dann hilft es sehr, wenn man weiss, wie mit der Situation umzugehen - es geht darum sich zu entscheiden, ob man die Situation kritisiert oder aus ihr lernt. Und wie lernt man? Richtig:

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In dem man Fragen stellt, vor allem sich selbst!

Natürlich kann man sich lange darin ergehen, die Umstände zu kritisieren, sich als Opfer derer zu sehen oder auf die Fehler anderer hinzuweisen. Nur, es bringt einen nicht weiter, im Gegenteil, man bleibt in der Situation stecken, man beschäftigt sich nicht mit der Lösung der Herausforderung, sondern damit, wie man hineingekommen ist. Aber das ist ja schon passiert, egal welche Gründe letztendlich dazu geführt haben.

Marilee hat die Art und Weise, wie man mit solchen Situationen umgehen kann in einer Zeichnung zusammengefasst:

Du kannst jederzeit abbiegen, stell' die richtigen Fragen!

Wir können in jedem Moment entscheiden, ob wir Agieren oder nur Reagieren. Genauer gesagt heisst es, was uns passiert, können wir unter Umständen nicht beeinflussen, aber wir können uns ganz bewusst dafür entscheiden, wie wir auf die Umstände reagieren.

Reagieren wir als Kritiker und bewegen uns in Richtung Sumpf, reiten uns also immer tiefer hinein, oder Agieren wir und wählen bewusst den Weg des Lernenden!

Dabei helfen uns Fragen wie

  • Was ist überhaupt passiert?
  • Was möchte ich wirklich?
  • Was sind die Tatsachen?
  • uva.

Weitere Fragen sind in der Map zu sehen. Am besten beantwortet man diese Fragen schriftlich. So nimmt man sich bewusst Zeit zum Nachdenken und "plappert" seine Gedanken nicht schnell vor sich hin.

Aber auch wenn man sich zuerst für den Weg des Kritikers (bewusst oder unbewusst) entscheidet und dann bemerkt, hoppla, was mache ich denn hier, hat man jederzeit die Möglichkeit, sich die korrekten Fragen zu stellen, um auf den Weg des Lernenden zu wechseln, wie z.B.

  • Wessen Fehler ist es?
  • Für was bin ich verantwortlich?
  • Was für Möglichkeiten kann ich wählen?

Was entscheidend für das Einschlagen des Weges des Lernenden ist, ist das Mindset. Wie denke ich? Wie sind meine spontanen Reaktionen auf eine Situation?

Sobald ich also auf eine Situation stosse, versuche ich die Map vor mein geistiges Auge zu rufen und mir in Ruhe die Fragen stellen, die mich weiterbringen.

Zugegebenermassen nicht immer einfach, aber es wird immer besser...